Flachs als Rohstoff

Flachs ist eine Ackerbaupflanze, die auf den Lehmböden in den Niederlanden, Belgien und Nordfrankreich hervorragend gedeiht. Bei Flachs unterscheidet man zwei Hauptarten: Faserflachs und Ölflachs.

Seit jeher wird Faserflachs für die Produktion von Stoffgarn verwendet. Aus Ölflachs wird Leinsamen gewonnen. Dieser wird zu Leinsamenöl gepresst, ein Öl, dass u. a. zur Herstellung von Seife, Farbe und Linoleum verwendet wird. Flachs ist eine einjährige, weiß oder blau blühende Pflanze, die im Frühjahr gesät wird und innerhalb von 3 bis 4 Monaten erntereif ist. Nach der Ernte wird das Flachs den Verarbeitungsbetrieben zugeführt. Hier wird auf mechanische Weise die Faser vom Stengel getrennt. Die weniger langen Fasern finden in der Textilindustrie oder derzeit auch in der Herstellung von Isolationsmaterialien für die Bauindustrie Verwendung. Die kurzen Fasern gehen in die Papierindustrie. Der Samen der Pflanze wird zur Fortpflanzung sowie zur Herstellung von Leinsamenöl verwendet.

Am Ende der Kette werden die Stengelteile und die Wurzeln (der Flachsabfall) zur Herstellung von Platten verwendet. Auf diese Weise wird eine 100%ige Ausnutzung der Flachspflanze erzielt.

Flachs ist ein erneuerbarer Rohstoff, weil die Pflanze in relativ kurzer Zeit und in beträchtlichen Mengen regenerierbar ist. Da in der heutigen Zeit umweltverträgliches Bauen immer mehr im Vordergrund steht, ist die Nutzung von erneuerbaren Rohstoffen besonders interessant, da diese einen niedrigen Energieverbrauch haben und bei der Produktion in der Regel nur eine geringe Umweltbelastung verursacht wird. Ebenfalls gibt es gute Möglichkeiten für eine Produktion vor Ort, wodurch der umweltbelastende Transport auf ein Mindestmaß beschränkt werden kann.

Einmalige Eigenschaften der umweltverträglichen Platten aus Flachsabfall: Leichtes Gewicht, aber trotzdem optimale Stabilität. Feuerverzögernde Eigenschaften, hohe Isolations- und dB-Werte sowie homogene Qualität.